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Rentenreform AHV 21: Was ändert sich ab 2024?

Die Schweizer Bevölkerung hat am 25. September 2022 die Reform über die Stabilisierung der AHV (AHV 21) angenommen. Die neuen Bestimmungen werden ab 1. Januar 2024 schrittweise eingeführt. Bis zum 31. Dezember 2023 ändert sich nichts. 

Erhöhung des Referenzalters für Frauen

Mit der Reform AHV 21 wird für Mann und Frau ein einheitliches Rentenalter (neu: Referenzalter) von 65 Jahren eingeführt. Das Referenzalter der Frauen wird schrittweise um jeweils drei Monate pro Jahr erhöht. Die Erhöhung beginnt ein Jahr nach Inkrafttreten der Reform.


Jahr          Referenzalter der Frauen Betrifft die Frauen mit Jahrgang
2024  64 Jahre (keine Erhöhung) 1960
2025 64 Jahre + 3 Monate 1961
2026 64 Jahre + 6 Monate 1962
2027 64 Jahre + 9 Monate 1963
2028 65 Jahre 1964 und jünger








Das Referenzalter kann über diesen Link berechnet werden.

Ausgleichsmassnahmen für Frauen der Übergangsgeneration

Die Ausgleichsmassnahmen kommen den Frauen der Jahrgänge von 1961 bis 1969 zugute. 


   
Bei einem Vorbezug wird die Altersrente gekürzt, weil sie länger ausbezahlt wird. Die AHV 21 weicht bei den Frauen mit Jahrgang 1961 bis 1969 von der normalen Kürzung ab: Ihre Altersrenten werden weniger stark gekürzt, und zwar lebenslang. 
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Die zweite Ausgleichsmassnahme betrifft diejenigen Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969, die ihre Rente nicht vorbeziehen: Sie erhalten einen Rentenzuschlag. Dieser Zuschlag ist bei tieferen Einkommen grösser als bei höheren Einkommen; er wird nach Jahrgang abgestuft und beträgt zwischen 12.50 und 160 Franken pro Monat bei Frauen mit einer vollständigen Beitragsdauer. Auch dieser Zuschlag wird lebenslang ausgerichtet.

Der Rentenzuschlag und die Kürzungssätze für Frauen der Übergangsgeneration können über diesen Link berechnet werden.

Flexibler Rentenbezug

Vorbezug: Die Rente kann im Alter zwischen 63 und 70 Jahren ab jedem beliebigen Monat bezogen werden, bei Frauen der Übergangsgeneration bereits ab 62 Jahren. Neu ist es auch möglich, nur einen Teil der Rente zu beziehen. Die Mindestgrösse für den Vorbezug eines Teils der Rente liegt bei 20 %, der maximale Anteil bei 80 %. Der Vorbezugsanteil kann einmal erhöht werden.

Aufschub: Neu ist es möglich, einen Teil der Rente aufzuschieben. Wie bisher muss der Aufschub mindestens ein Jahr dauern. Ab dann kann die Rente wie bisher monatlich abgerufen werden. Analog zum Vorbezug kann beim Aufschub der bezogene Rententeil einmal erhöht werden. 

Die Vorbezugs- und Aufschubsmöglichkeiten sind unter diesem Link ersichtlich.

Neuberechnung der Rente nach Referenzalter

Wenn Sie nach dem Referenzalter ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen erzielen, können Sie einmal eine Neuberechnung Ihrer Altersrente verlangen. Diese Einkommen können zu einer höheren Rente führen. Der Rentenbetrag kann jedoch nicht über dem Maximalbetrag der entsprechenden Skala liegen.

Personen, die über das Referenzalter hinaus arbeiten, geniessen einen Freibetrag von 1‘400 Franken pro Monat, auf dem keine AHV/IV/EO-Beiträge mehr abgerechnet werden. Auf dem übersteigenden Einkommen werden in allen Fällen Beiträge fällig. Allerdings haben diese Personen ein Wahlrecht, ob der Freibetrag angewendet werden soll oder nicht. Arbeitnehmende teilen ihre Wahl dem Arbeitgeber mit, Selbständigerwerbende ihrer Ausgleichskasse.

Eine Neuberechnung ist auch für am 1. Januar 2024 bereits laufende Renten möglich, sofern das 70. Altersjahr zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollendet wurde.

Mehr Informationen
►  Erklärvideo "AHV 21"
►  Merkblatt "Stabilisierung der AHV (AHV 21) - Was ändert?"

Anmeldeformulare
►  Anmeldung für eine Altersrente
►  Abruf oder Teilabruf der Altersrente nach Aufschub

 
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