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Erwerbsersatzentschädigung ("Corona-EO")

ANSPRUCHSARTEN


bei Quarantäne
Der Anspruch bestand bis zum 2. Februar 2022.
Anspruch haben Erwerbstätige in Quarantäne, sofern kein Homeoffice möglich ist und kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht. Diese Entschädigung richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person bzw. einem Verdachtsfall in Quarantäne sind. Diese muss behördlich angeordnet sein; eine Selbstisolation genügt nicht.
Es werden ab dem 13. Januar 2022 für maximal 5 Tage Leistungen ausgerichtet, ab dem 25. Januar und bis zum 2. Februar 2022 für die von der kantonalen Behörde angeordnete Dauer der Quarantäne.
Wer positiv getestet ist, befindet sich nicht in Quarantäne, sondern in Isolation. Er gilt als krank, weshalb an die Stelle von Corona-EO die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers oder Leistungen allfälliger Krankentaggeldversicherungen treten.


bei Ausfall Fremdbetreuung
Der Anspruch bestand bis zum 16. Februar 2022.
Anspruch haben Erwerbstätige ohne Möglichkeit der Fremdbetreuung für Kinder bis 12 Jahre oder solche mit Behinderungen.
Kein Anspruch besteht grundsätzlich während den Schulferien, ausserdem wenn Homeoffice möglich ist oder ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht.

bei Umsatzeinbusse

Der Anspruch bestand bis zum 16. Februar 2022.
Der Anspruch von Selbständigerwerbenden und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung infolge Umsatzeinbusse („indirekte Betriebsschliessung“) ist seit dem 17. September 2020 nicht mehr vom Einkommen abhängig.
Vorausgesetzt ist kumulativ:

  1. Die Erwerbstätigkeit muss aufgrund einer behördlich angeordneten Massnahme zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt worden sein. Der Gesuchsteller hat darzulegen, welche Massnahmen seine Tätigkeit wie einschränken.
  2. Die Einschränkung muss massgeblich sein. Dies ist der Fall bei einer Umsatzeinbusse von mindestens 55 Prozent bzw. seit dem 19. Dezember 2020 mindestens 40 Prozent bzw. seit dem 1. April 2021 mindestens 30 Prozent pro Monat im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015–2019.
  3. Der Gesuchsteller muss einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden. Dies ist unter Umständen nicht der Fall, wenn wegen der Einschränkung der ursprünglichen Tätigkeit ganz oder teilweise, vorübergehend oder fest, eine andere oder zusätzliche Erwerbstätigkeit aufgenommen wird.

für besonders gefährdete Personen
Der Anspruch bestand bis zum 31. März 2022.
Anspruch haben noch nicht geimpfte Erwerbstätige, die schwanger oder aus anderen Gründen gesundheitlich besonders gefährdet sind, sofern sie ihre Tätigkeit aus organisatorischen oder technischen Gründen nicht vor Ort ausüben können und Homeoffice nicht möglich ist. Es ist ein ärztliches Attest einzureichen, aus welchem die besondere Gefährdung hervorgeht. Der Anspruch besteht längstens vom 18. Januar 2021 bis 31. März 2022. Die Anmeldung muss einmalig erfolgen, doch sind leistungsbeeinflussende Änderungen umgehend der Ausgleichskasse mitzuteilen. Die Leistungen werden monatlich rückwirkend ausbezahlt.

Leistungsumfang
Die Leistungen betragen 80 % des letzten Einkommens, jedoch maximal 196 Franken pro Tag.

Merkblatt mit weiteren Informationen
►  Corona Erwerbsersatzentschädigung 


ANMELDUNG      

Die Leistungen müssen bei der AHV-Ausgleichskasse beantragt werden, bei welcher die AHV-Beiträge bezahlt werden. Leistungen infolge Umsatzeinbusse müssen nach Vorliegen der aktuellen Umsatzzahlen monatlich beantragt werden.

►  Anmeldeformular ARBEITGEBER FÜR ARBEITNEHMER
     (bitte neue Mitarbeiter vor der Anmeldung registrieren
►  Anmeldeformular SELBSTÄNDIGERWERBENDE/R 
     (bei Umsatzeinbusse zwingend auswählen: "Wesentliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit")
   

Die Anmeldefrist für die Entschädigung für besonders gefährdete Personen endet am 30. Juni 2022, in den übrigen Fällen am 31. Mai 2022.

Innerhalb von fünf Jahren kann eine Überprüfung der Rechtmässigkeit des Leistungsbezugs erfolgen. Zu Unrecht bezogene Leistungen müssen zurückerstattet werden. Der unrechtmässige Leistungsbezug ist strafbar.


FRAGEN

Bitte stellen Sie Fragen wenn immer möglich schriftlich, per Mail an eo @ medisuisse.ch
Rechtliche Fragen ausserhalb der AHV und EO können leider nicht beantwortet werden. Zum Thema Arbeitsverhältnis, Lohnzahlungspflicht, Kurzarbeitsentschädigung usw. finden Sie Informationen auf der Webseite des SECO: www.seco.admin.ch

  

 
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